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Was hat man sich eigentlich unter einem Kaffeeshop vorzustellen? Ist doch klar, mag mancher denken, ein Geschäft, in dem man Kaffee kaufen kann! Aber reicht diese Erklärung wirklich? Der Supermarkt, in dem man neben Hunderten anderer Produkte auch Kaffee bekommt, ist ganz sicher noch kein Kaffeeshop. Aber auch die Filialen der großen Kaffeeröster, die man an jeder Ecke findet, würde man wohl nicht unbedingt so bezeichnen – umso weniger, je mehr auch sie zu kleinen Kaufhäusern mutieren, in denen man vom funkgesteuerten Wecker bis zum Pyjama alles bekommt. Vielmehr stellen wir uns unter einem richtigen Kaffeeshop ein hochspezialisiertes Geschäft vor, in dem wir nicht nur die Produkte eines einzigen Anbieters bekommen, sondern unterschiedlichste Kaffeesorten aus allen Teilen der Welt, und mehr als das. Wir erwarten, im Kaffeeshop auch umfangreiches Zubehör für den Kaffeetrinker zu finden. Tassen etwa, Kaffeemaschinen oder gar Kaffeeautomaten zum Aufstellen in Büros, Kaffeweißer, vielleicht auch Tee und kleine Snacks, etwas Gebäck womöglich oder Süßigkeiten – denn wenn man Gäste zum Kaffee einlädt, stellt sich manchmal ja heraus, dass der eine oder andere doch Tee bevorzugt, und von jeher ist es Tradition, zum Heißgetränk auch eine Kleinigkeit zum Essen zu reichen. Schön ist es natürlich auch, wenn der echte Spezialist sich dadurch auszeichnet, dass er umfangreiche Hintergrundinformationen anbietet, etwa zur Geschichte des Kaffees, zu unterschiedlichsten Arten der Zubereitung oder zu den Anbaubedingungen in den Herkunftsländern. Mit anderen Worten: Im Kaffeeshop wollen wir nicht nur unseren Kaffee kaufen, wir wollen in eine faszinierende Welt eintauchen, in der wir uns ganz unserer großen, jahrhundertealten Leidenschaft hingeben können.
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